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Writing for DIE ZEIT on arts, culture, and politics as well as for ZEIT Geschichte, across print and online. Selected online pieces in my author profile.

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Writing for wochentaz. Selected articles below.

  • wochentaz print, “KI: Macht in den falschen Händen”, April 18, 2026, argumente, p. 15 [Online]

Populäres Sachbuch [general audience book]

Buchprojekt [book project]

“Leistung: Aufstieg und Abstieg einer Idee”

Dieses Buch untersucht unsere Idee der Leistung aus philosophischer und gesellschaftlicher Perspektive.

»Leistung« ist das wohl wirkmächtigste Prinzip der Moderne: Es strukturiert fast alle Bereiche unseres Miteinanders und prägt, wie wir über Ungleichheit, Aufstieg und Verantwortung denken. Als Praxis, die uns verbindet und trennt, ist die Idee für jede Leistungsgesellschaft unverzichtbar. Ist »Leistung« deshalb sogar als moralischer Maßstab unvermeidbar?

Das Buch zeigt, wie Leistung soziale Unterschiede moralisiert: etwa in Debatten über Arbeit und Gehaltsunterschiede, den Wert akademischer Abschlüsse, extreme Ungleichheit, verdienten und unverdienten Reichtum, die Erbengesellschaft und die Frage, was individuelle Leistung im Zeitalter von KI überhaupt noch bedeutet. Warum wird Leistung im Silicon Valley glorifiziert? Warum taucht es in jedem Wahlprogramm auf?

Wir können weder mit noch ohne »Leistung«: Das Buch fragt mit der Philosophie, warum wir unbedingt eine Leistungsgesellschaft sein wollen und warum Leistung zu einer Ersatzmoral geworden ist.

Aber lässt sich unsere Idee der Leistung auf den Kopf stellen? Was wäre, wenn Leistung ins Private verschoben würde, als Prinzip des Miteinanders, als solidarisches Einfordern und gemeinsames Beitragen? Und was, wenn sie im Öffentlichen nur noch als Maßstab für Institutionen und demokratisch gesetzte Ziele gilt? So könnte »Leistung« ihre moralische Schärfe verlieren und ihre kritische Funktion zurückgewinnen.

EN:

[This book argues that merit is unavoidable in modern societies, but untenable as a moral measure of persons. It shows how merit moralizes inequality, from debates about work and inheritance to questions of achievement in the age of AI, and proposes a new view: as a principle of cooperation in private life and a limited institutional tool in public life.]